Über die bevorstehenden Veränderungen der Arbeit des Zentrums für Erziehungshilfe im laufenden und in den folgenden Schuljahren wurden die allgemeinen Schulen Frankfurts von der Leitung des ZfE mit folgendem Anschreiben informiert:

Sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter,

 

mit diesem Schreiben möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Angebote des bzw. die Kooperation mit dem Zentrum für Erziehungshilfe im laufenden Schuljahr nicht mehr in der von Ihnen gewohnten Art und Weise werden stattfinden können.

Sicherlich ist auch Ihnen schon zu Ohren gekommen, dass die ambulanten Arbeitsbereiche, d.h. die Tätigkeiten der 5 Stationen des ZfE und der Präventionslehrkräfte, sich strukturellen Änderungen unterziehen müssen, die sich auf den schulischen Alltag in ganz unterschiedlicher Weise auswirken wird. Hinzu kommt, dass wir im laufenden Schuljahr uns einem massiven personellen Engpass ausgesetzt sehen, den wir versuchen müssen zu kompensieren. Ab dem nächsten Schuljahr 2019/ 20 allerdings werden Ihnen die Arbeitsbereiche Ambulanz und Präventionslehrkräfte des Zentrums für Erziehungshilfe nicht mehr zur Verfügung stehen, Stichwort: Sonderpädagogik aus einer Hand. Die r-BFZ werden dann den Aufgabenbereich der Förderung von Kindern/ Jugendlichen mit Problemen in der emotionalen und sozialen Entwicklung mit abdecken.

Wir sind sehr darum bemüht diese Wandlung/ diesen Übergang im Interesse der SchülerInnen mit Problemen in der emotionalen und sozialen Entwicklung, deren Familien und Ihnen als Schulleitung zu gestalten. Gerne beraten wir Sie und Ihr Kollegium weiter im Umgang mit diesen SchülerInnen. Die Ausgestaltung der Beratung, Begleitung und Unterstützung durch das ZfE wird sich aber im Laufe des Schuljahres immer weiter reduzieren und die Vernetzung mit den dann ab kommendem Schuljahr zuständigen r-BFZ immer mehr intensivieren.

 

 

Das Angebot des ZfE im Übergangsschuljahr 2018/19 bietet Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Orientierungsgespräche/Beratungsgespräche Beratung zur Entlastung in akuten Problemlagen, als Clearingfunktion und zur Abklärung welche weiteren Möglichkeiten es für die Lehrkraft, den Schüler, die Schülerin, die Eltern und die Schule gibt, können bis zum Schuljahresende über das bekannte Formular und unser Sekretariat beantragt werden und sollen nach wie vor zeitnah umgesetzt werden.
  • Kurzberatungen von Lehrkräften bei Schwierigkeiten in der pädagogischen Arbeit im Bereich Erziehungshilfe, Vernetzung oder Vermittlung von Hilfen oder auch Konfliktmoderation können ebenso das ganze Schuljahr hindurch angeboten werden. Sie können durch Hospitationen im Unterricht und fallbezogene Elterngespräche ergänzt werden.
  • Einzelfallarbeiten,  d.h. die Begleitung, Betreuung und Beratung von Schülerinnen und Schülern, deren Familien und der Lehrkraft mit dem Ziel ein besseres Verständnis für die Schwierigkeiten im Schulalltag zu erlangen, um dadurch Möglichkeiten der Problemlösung zu entwickeln werden fortgeführt bzw. nach und nach abgeschlossen. Neubeantragungen können leider nicht mehr übernommen werden, da nicht gewährleistet werden kann, dass sie dann im kommenden Schuljahr fachlich zu einem Ende geführt werden können.
  • Klassenbezogene Beratungen, d. h. die Begleitung einer Klasse, in der mehrere Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung gefährdet oder gestört scheinen und der Wunsch besteht, diese Störungen und die damit verbundene Unzufriedenheit zu verstehen und zu beseitigen, werden ebenso fortgeführt bzw. nach und nach abgeschlossen. Darüber hinaus sehen wir bei diesem Angebot auch die Möglichkeit Neuanträge bis Januar 2019 anzunehmen und zu bearbeiten.
  • Beratungsteams/ Fachteams, als Ihr internes Beratungsgremium der allg. Schule für Schülerentwicklungen, werden weiterhin durch unsere KollegInnen mit ihrer Fachlichkeit unterstützt. Inwiefern dies immer durch ein Tandem der Ambulanz oder der Präventionslehrkräfte gemeinsam geschehen kann, wird ressourcenabhängig entschieden.
  • Inklusive Beschulungen, im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung verbleiben im Verantwortungsbereich des ZfE, Ambulanz und Präventionslehrkräfte. Wie bisher soll die Ausgestaltung im Interesse der allg. Schule, des Kindes und der Eltern von statten gehen. Hier möchten wir auch weiterhin über die kooperative Förderplanung Anforderungen, Bedarfe und Förderung gemeinsam mit den Beteiligten koordinieren. An diesem Punkt sollen frühzeitig die r- BFZ hinzugezogen werden, damit die Förderung über das Schuljahr hinaus sichergestellt werden kann.
  • Präventionslehrkräfte bzw. ihre Angebote als schulintegrierte Unterstützungsmaßnahmen für die Lehrkräfte an den allg. Schulen, die Kinder und deren Familien laufen zum Schuljahr 2018/19 aus.

 

 

Wir hoffen, dass wir Sie und Ihr Kollegium auch in der Zeit des Übergangs und der Neuausrichtung von Sonderpädagogik aus einer Hand, der inklusiven Schulbündnisse und der vielen anderen anstehenden Aufgaben, trotzdem schnell und professionell unterstützen werden. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder andere Anmerkungen diesbzgl. haben können Sie Sich gerne jederzeit an uns wenden, wir werden versuchen hilfreiche Antworten zu finden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Stephen Kasper                                   Volker Kaltschnee                                G. Dabisch

Schulleiter                                            Konrektor                                            Leitung Jugendhilfe

 

Das Zentrum für Erziehungshilfe (ZfE) / Berthold-Simonsohn-Schule besteht seit 1992 als Kooperationsprojekt von Jugendhilfe und Schule.  

Kooperationspartner sind das Staatliche Schulamt, das Schulamt sowie das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt und die Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main, ein Betrieb der Stadt Frankfurt, in dem die kommunalen Angebote der Jugendhilfe zusammengefasst sind (- siehe auch: Kinder-, Jugend- und Familienhilfe)

Das ZfE gliedert sich in drei Teilbereiche, ein Beratungs- und Förderzentrum (ambulanter Bereich) und die Lernwerkstatt  (teilstationärer Bereich) sowie den Arbeitsbereich NeuSTART.

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